IGS für den Landkreis Uelzen

WIR - für eine fehlende Schulform in Uelzen

Es wird Zeit aktiv zu werden!

 

Unterschriftenaktion gestartet

Nachdem der Kreisausschuss die Abfrage auf den 31.12.2019 verschoben hat und auch noch nicht genau geklärt ist, wie die Abfrage zur Schullandschaft im Landkreis Uelzen aussehen wird, haben wir an unserem 3. Dialog den Startschuss zu einer Unterschriftenaktion gegeben.

Unsere Intention dabei ist es, gegenüber der Politik und der Verwaltung deutlich zu machen, dass in der Schullandschaft im Landkreis Uelzen eine IGS (integrierte Gesamtschule) fehlt und dass Eltern den Wunsch haben die Bildungsbiographie der Kinder offen zu lassen.

Derzeit können Eltern im Landkreis Uelzen, im Vergleich zu den allermeisten Landkreisen in Niedersachsen, nicht frei entscheiden, welche Schulform sie sich für Ihr Kind nach der 4. Klasse wünschen. Dies ist dadurch bedingt, dass nicht alle Schulformen in unserem Landkreis vertreten sind. Aus diesem Grund machen wir uns stark für eine IGS und freuen uns über ihre Unterstützung durch Ihre Unterschrift!

Da vielen Eltern aber nicht zwangsläufig klar ist, was eine IGS ist, ist es nun umso wichtiger aufzuklären, was sich hinter der Schulform IGS eigentlich verbirgt und was sie von den vorhandenen Schulformen in diesem Kreis unterscheidet.

Damit wir auch in Eurer Grundschule / Kindergarten alle offenen Fragen zum Thema IGS in der Elternschaft beantworten können, freuen wir uns darauf euch persönlich kennen zu lernen.

Über kontakt@igs-für-uelzen.de sichert Ihr euch euren Wunschtermin!

Eine integrierte Gesamtschule (IGS) für den Landkreis Uelzen! Eine Schule, die nicht schon 10-jährige-Kinder nach Hauptschule, Realschule und Gymnasium trennt! Eine Schule, die Bildungswege offen hält! Eine Schule, die die ganze Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler im Blick hat! Eine Schule, die unsere Kinder auf die Welt von morgen nicht mit Konzepten von gestern vorbereitet!

Wie kann es sein, dass der Landkreis Uelzen einer der letzten Landkreise in Niedersachsen ist, der eine solche Schule nicht vorhält? Gute Bildung ist ein Standortvorteil. Das sollte sich doch rumgesprochen haben. 

Wir werden nur erfolgreich sein, wenn Eltern deutlich machen, dass sie für ihre Kinder ein solches Angebot haben wollen. Deshalb brauchen wir zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer.

Denn nur gemeinsam kriegen wir das hin!

 

Was ist eine integrierte Gesamtschule?

Eine Integrierte Gesamtschule (IGS) unterrichtet Schülerinnen und Schüler von Klasse 5 bis zum Abitur. Entsprechend der Leistungsfähigkeit und den Neigungen erhalten die Schülerinnen und Schüler hier eine grundlegende, eine erweiterte oder eine vertiefte Allgemeinbildung- und haben die Möglichkeit einer individuellen Schwerpunktbildung. Somit ist es an einer IGS möglich, alle Abschlüsse zu erlangen, die an anderen Schulen (Haupt-, Realschule oder Gymnasium) auch vergeben werden.  

Unterschied zu anderen Schulformen

Der Unterscheid zu anderen Schulformen ist, dass sich die Schüler nicht bereits nach der 4. Klasse für eine bestimmte Schulform entscheiden müssen, sondern dass alle Schüler gemeinsam in einer Klasse nach einem gemeinsamen Lehrplan unterrichtet werden. Die Klassen bestehen aus Haupt-, Real- und Gymnasialschülern in etwa in der Zusammensetzung, wie sie durchschnittlich im Landkreis vertreten sind.

Die Schülerinnen und Schüler werden zuerst in allen Fächern gemeinsam unterrichtet mit Unterrichtsmethoden, die jedem Kind gerecht werden. Um die individuellen Begabungen, Fähigkeiten und Neigungen sowie die unterschiedlichen Lernsituationen und Lernfortschritte der Schülerinnen und Schüler zu fördern und zu fordern, benötigt es den Einsatz vielfältiger Unterrichtsverfahren und -formen. Dies können Formen der Gruppenarbeit, Formen der Freiarbeit (z.B. Wochenarbeitspläne mit individuellen Aufgaben, Arbeitsmaterialien, die verschiedene Leistungsniveaus ermöglichen, etc.), Formen der Projektarbeit und Ähnliches sein.

In der Regel wird ab der 7. Klasse begonnen, in Mathematik und Englisch, ab der 8. Klasse in Deutsch und ab der 9. Klasse auch in den Naturwissenschaften binnendifferenziert zu unterrichten. Das bedeutet in der Praxis, dass alle Schüler anhand Ihrer Leistungen in diesen Fächern in Kurse eingeteilt werden und so entsprechend gefordert und gefördert werden. Durch diese Differenzierung kann eine IGS einem Schüler mit Hauptschulniveau genauso gerecht werden wie einem Schüler, dessen Leistungen denen eines Gymasialschülers entsprechen.

Es gibt in der Regel keine Zensuren bis Ende der achten Klasse. Die Schülerinnen und Schüler erhalten sogenannte Lernentwicklungsberichte.

Ein "Abschulen" an andere Schulen oder in andere Schulzweige oder Sitzenbleiben gibt es nicht.

Das soziale Miteinander zwischen allen an der Schule beteiligten hat einen hohen Stellenwert, was sich auch im Schulprogramm manifestiert. Der respektvolle Umgang miteinander von Schülern mit verscheiden starken Leistungsniveaus und das Erkennen und Respektieren von Fähigkeiten der anderen, die sich nicht nur auf den Unterricht beschränken sind ein zentrales Ziel einer Integrierten Gesamtschule. Deswegen kann dieses Schulkonzept nur funktionieren, wenn Kinder mit unterschiedlich ausgeprägtem Leistungsstand die gleiche Klasse besuchen.

Die IGS führt zum Ende des Sekundarbereichs I zu den selben Abschlüssen, die auch an einer Haupt-, Real-, oder Oberschule erreicht werden können. Das Erreichen eines erweiterten Sekundarschulabschluss I ermöglicht den Schülern den Besuch der gymnasialen Oberstufe (Klasse 11 – 13).

Für die gymnasiale Oberstufe gelten an einer Gesamtschule die gleichen Vorgaben und Bedingungen wie an einem Gymnasium.